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Der Mops

ist eine von der FCI (Nr.253, Gr.9, Sek.11) anerkannte französische Hunderasse.

Herkunft und Geschichtliches zum Mops

Der Mops stammt vermutlich aus dem Kaiserreich China, wo er vor mehr als 2.000 Jahren aus doggenähnlichen Hunden herausgezüchtet wurde. Er galt als Königshund und es war ein Privileg der Könige, ihn besitzen und anfassen zu dürfen. Man vermutet, dass Hunde, die nicht zur Weiterzüchtung geeignet waren, von den Züchtern teuer an das Volk verkauft wurden.

Trotz seiner geringen Größe wird er zu den Molossern gezählt. Im 16. Jahrhundert kamen seine Vorfahren mit der Ostindischen Gesellschaft in die Niederlande. Von dort breitete er sich in den Salons der Damen aus, wo er um 1900 von dem Pekinesen abgelöst wurde. Ab 1918 kam es zu einem neuen Aufschwung seiner Rasse.

Den Mops in seiner historischen Form kann man auf Gemälden des Malers William Hogarth bewundern. In Brehms Tierleben von 1927 wird die ursprüngliche Kopfform besonders deutlich.

Beschreibung des Mops

Der Mops hat glattes, kurzes und weich-glänzendes Haar in den Farben einfarbig schwarz, silbergrau, verschiedene Nuancen beige (von weißgelb bis gelbbraun), Grundfarbe in deutlichem Kontrast zu Abzeichen. Die Abzeichen am Kopf, die Maske, Stirnflecke und Muttermale an den Backen sind deutlich abgegrenzt und so schwarz wie möglich. Die kleinen Ohren fallen nach vorne und bilden ein sogenanntes Knopfohr, aber auch Rosenohren sind erlaubt. Idealgewicht laut FCI: 6,3 bis 8,1 kg bei einer Größe bis zu 31 cm. Er kann 13 bis 15 Jahre alt werden.

Wesen des Mops

Dieser robuste, kompakte Hund ist ein angenehmer Begleithund; er ist intelligent, verspielt, gutmütig und lernwillig. Da er zu Übergewicht neigt, ist eine ausgewogene Ernährung ausgesprochen wichtig. Der Mops ist sehr mutig und unterschätzt oft Gefahrensituationen, z. B. auch mit anderen Hunden, da er ihm entgegengebrachte Aggressionen oft nicht richtig deuten kann.

Gesundheit des Mops

Der Mops ist eine brachycephale Rasse, das heißt, er hat einen rundlichen Kopf und eine kurze Schnauze mit leicht hervorstehenden Augen. Deshalb kommt es oft zu schwerwiegenden Problemen mit der Atmung, Verletzungen der Cornea durch ständige Reizung mit Haaren der Nasenfalte können ebenfalls vorkommen. Die „Pug-Dog-Enzephalitis“ ist eine rassespezifische entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die insbesondere beim Mops in etwa 1 �er Fälle vorkommt. Züchterische Übertreibungen und Extremzucht können insbesondere beim Mops zu zahlreichen weiteren gesundheitlichen Problemen bis hin zu Erscheinungen von Qualzucht führen. In diesen Fällen stimmt oft die Relation der Größe der Muttertiere zu denen der Welpen nicht mehr. Die Welpen sind dann zu groß für die zu kleinwüchsigen Muttertiere. Es gibt Gebärschwierigkeiten, wie z. B. auch bei anderen brachycephalen Rassen wie der Französischen Bulldogge. Durch den zu kurzen Fang sind die Hündinnen manchmal nicht in der Lage, ihre Welpen abzunabeln. Der VDH ist bemüht, die „überinterpretierten“ Zuchten auszugrenzen um die BAOS (Qualzuchten) zu unterbinden, so teilte zumindest der Vorstand des VDH auf Anfrage mit. Das gilt für alle kurzschnauzigen Rassen, nicht nur für den Mops.

Der Mops als Wahrzeichen oder Symbolfigur

In Bretten fand im Jahre 1504 eine Belagerung durch Ulrich von Württemberg statt, die der Sage nach nur durch einen Mops, das Brettener Hundle, beendet werden konnte. Auch heute wird das erfolgreiche Standhalten gegen die Belagerung noch mit dem Peter-und-Paul-Fest gefeiert. Der historische „Hundles-Brunnen“ mit dem Brettener Hundle gilt als Wahrzeichen der Stadt. Ferner ist ein Mops an einem Fresko der evangelischen Stiftskirche zu finden.

In Winnenden erinnert ein Denkmal an den Mops des Herzogs Karl Alexander von Württemberg. Dieser soll bei der Schlacht um Belgrad im Kampfgetümmel gegen die osmanischen Truppen im Jahr 1717 den Kontakt zu seinem Herrn verloren haben und allein zum Schloss Winnenthal bei Winnenden zurückgelaufen sein. Ein Mops aus Porzellan war Symbolfigur des Mopsordens, einer Freimaurerloge aus dem 18. Jahrhundert.

An einem Denkmal in Herrenberg führt ein Mops eine Prozession an (Pendelschlag 2000 „Jerg Ratgeb, Köche und ein Mops“).

Dem Prinzen Wilhelm I. der Schweiger von Oranien, Statthalter der Niederlande, soll ein Mops namens „Pompey“, der ihn nie verließ, im Heerlager zu Hermigny durch lautes Bellen das Leben gerettet haben. Dies soll nachts im Jahre 1570 geschehen sein, als er in seinem Zelt schlief und durch das Bellen vor einem Mordanschlag spanischer Schergen, die ihn ermorden wollten, gewarnt wurde.

Als Wilhelm III. und Maria II. im Jahr 1688 von Oranien nach England kamen, brachten sie ihre angebeteten Möpse mit, woraufhin die gesamte englische Aristokratie dem Mops verfiel.

Im italienischen Volkstheater, der Commedia dell'arte trat der Mops auf, anstelle eines Affen, der schwerer zu beschaffen war. Seine französische Bezeichnung Carlin verdankt er dem italienischen Schauspieler Carlo Bertinazzi, genannt Carlin, der im 18. Jahrhundert als Harlekin der Commedia dell´arte berühmt war und diesen Hund in Mode brachte.

Der Mops in der Literatur

  • Der Mops von Bornholm von Emanuel Eckardt, 1985.
  • Der Mops von Edelstein, Erzählung in 'Das Märchen' aus 'Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter', 1795 von Johann Wolfgang von Goethe
  • Plisch und Plumm von Wilhelm Busch, 1882
  • ottos mops von Ernst Jandl - das wohl bekannteste deutschsprachige Gedicht über einen Mops
  • Der Mops von Fräulein Lunden in „Der wohltemperierte Leierkasten“ von James Krüss, 1961
  • Möpse und Menschen. Eine Art Biographie von Loriot, Diogenes-Verlag, Zürich, 1983, ISBN 3-257-01653-0
  • Mops und Moritz. Mopsiaden oder Eine dicke Freundschaft von Gert Haucke, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1993, ISBN 3-499-20674-9
  • Das Mopsbuch, Anthologie von Felicitas Noeske (Hrsg.), Auswahl literarischer Texte zum Mops, Insel-Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig, 2001, ISBN 3-458-34478-0
  • Mops Conrad, eigensinniger Romanheld in „Gefühlte Lage: sonnig“ von Regine C. Henschel, Piper Verlag, München, 2006, ISBN 3-492-26187-6
  • Alles Mops. Mopsiaden - Liebeserklärung an den Mops von Suzanne Barfuss, 2006, ISBN 3-833-45480-6

Sachbücher über den Mops

  • Kendall Farr, Sarah Montague (Text), George Bennett (Fotos): Pugs in Public. Stewart, Tabori & Chang, New York 1999, ISBN 1-55670-939-0
  • Katharina von der Leyen (Text), Enver Hirsch (Fotos): Der Mops - Ein Wunder der Natur. Knesebeck, München 2005, ISBN 3-89660-310-8
  • Christina A. Veldhuis: Der Mops. Praktische Ratschläge für Haltung, Pflege und Erziehung. 3. Auflage. Parey, Berlin 1997, ISBN 3-8263-8461-X
  • Evelyn Winckelmann: Mops. (= PraxisRatgeber Hunde; PR 068). Bede, Ruhmannsfelden 2003, ISBN 3-89860-015-7

Lieder und Hörspiele über den Mops

  • Als unser Mops ein Möpschen war, Volkslied mit Text von Hoffmann von Fallersleben; Die Erfurter Liedermaching-Combo Ingsteph & Ko vertonte den bekannten Text in einer Jazz-Parodie.
  • Ein Mops kam in die Küche, und stahl dem Koch ein Ei, Kinderlied, Verfasser unbekannt
  • Klopsemops, Kinderlied aus dem DDR-Hörspiel Der Traumzauberbaum von Reinhard Lakomy (Musik) und Monika Ehrhardt (Texte), das heute noch als Musical aufgeführt wird.
  • Mopsy Mops, Comic-Hörspielreihe, die in den 1970er-Jahren vom Label Europa herausgegeben wurde. Später kamen unter dem Label neue mode im Vertrieb der BASF weitere Folgen hinzu.

Der Mops als Kinodarsteller

  • Der quatschende Mops Frank ist Agent im Film Men in Black und auf der Jagd nach Außerirdischen. Im zweiten Teil Men in Black II trällert Frank „I Will Survive“ von Gloria Gaynor und „Who let the dogs out“ von den Baha Men aus dem Beifahrerfenster des Dienstwagens.
  • Pinky und der Millionenmops ist ein Kinderfilm von Stefan Lukschy nach dem Kinderbuch Detektiv Pinky von Gert Prokop
  • Die Parodie Der Wixxer handelt vom Earl of Cockwood, der auf Blackwhite Castle Möpse züchtet.
  • Der Mops Percy spielt im Film Pocahontas mit.
  • Miez und Mops (Originaltitel: The Adventures of Milo and Otis) von Masanori Hata handelt von der Freundschaft zwischen Mops und der Katze Miez.

Zitate über den Mops

Loriot wird das Bonmot zugeschrieben: Ein Leben ohne Mops ist möglich – aber sinnlos! 09.05.2008.

Die Hunderassenbeschreibungen basieren auf den Beschreibungen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia
und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.